















































ADJV-LMU-Kongress 2026
„Nachhaltiges Unternehmensrecht“
Ort: LMU München
Juristische Fakultät
Zwei spannende Tage beim ADJV-LMU-Kongress in München
Am 20. und 21. August 2026 fand in München der ADJV-LMU-Kongress „Nachhaltiges Unternehmensrecht“ statt. Die Argentinisch-Deutsche Juristenvereinigung e.V. (ADJV) veranstaltete den Kongress gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Zwei intensive Tage mit spannenden Vorträgen, lebhaften Diskussionen und vielen persönlichen Begegnungen liegen hinter uns.
Eröffnet wurde der Kongress durch Dekan Prof. Dr. Burghi, PD Dr. Mariana Sacher, Prof. Dr. Helmut Satzger und Prof. Dr. Armin Engländer. Die argentinische Botschafterin Bettina Pasqual di Fonseca richtete zudem eine Videobotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Damit wurde bereits zu Beginn die besondere Verbindung von wissenschaftlichem Austausch und deutsch-argentinischer Zusammenarbeit deutlich.
Im Mittelpunkt des Kongresses stand die Frage, welchen Beitrag das Recht zu einer nachhaltigen Wirtschaft und zum Schutz von Umwelt und Klima leisten kann. Entsprechend breit waren die Themen: von der Nachhaltigkeit in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts über unternehmerische Verantwortung und ESG-Compliance bis hin zur CSRD und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Darüber hinaus wurden Multi-Stakeholder-Partnerschaften sowie die aktuellen Entwicklungen zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und zur EU-CSDDD beleuchtet.
Zu den Referierenden gehörten unter anderem RA Dr. Maximilian Kurdow, Dorothea Garff, Prof. Dr. Eugenio Sarrabayrouse und RA Dr. Daniel Berg. Am zweiten Kongresstag sprach RA Konstantin Kuhle über das Verhältnis von Freihandel und Nachhaltigkeit nach dem Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens. Dalma Parisi, General Counsel für Südamerika bei der Siemens AG, berichtete aus der Praxis über Erfahrungen und Herausforderungen nachhaltigen Wirtschaftens in Argentinien. RA Dr. Nicolai von Maltitz stellte die Munich Climate School vor und widmete sich der Frage der individuellen und kollektiven Verantwortung im Klimaschutz.
Gerade die unterschiedlichen Perspektiven zwischen Deutschland und Argentinien, aus Wissenschaft und Praxis, machten die Diskussionen besonders interessant. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltiges Wirtschaften längst eine Vielzahl rechtlicher und wirtschaftlicher Fragen berührt und zunehmend auch eine internationale Betrachtung erfordert.
Neben den Fachvorträgen bot der Kongress auch Gelegenheit, München und seine Justiz näher kennenzulernen. Besonders beeindruckend war der Besuch des neuen Strafjustizzentrums und der Ausstellung „Weiße Rose“ im Landgericht München I. Die Geschichte von Sophie Scholl und der Widerstandsgruppe hat uns sehr bewegt.
Auch der persönliche Austausch kam bei gemeinsamen Abendessen in entspannter Atmosphäre nicht zu kurz und rundete den gelungenen Kongress ab.
Das Programm können Sie hier einsehen: Programm Kongress ADJV 2026


